Viele Kundinnen und Kunden greifen im Sommer regelmäßig zu Tiefkühlbeeren für Smoothies, Desserts oder Müsli. Doch genau diese Produkte stehen jetzt im Mittelpunkt eines bundesweiten Rückrufs. Betroffen sind mehrere Bio-Beerenmischungen, die unter verschiedenen Eigenmarken bei Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl und Netto Marken-Discount verkauft wurden.
Der Hersteller Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG warnt vor einer möglichen Verunreinigung mit Noroviren. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die betroffenen Packungen deshalb keinesfalls mehr verzehren.
Welche Tiefkühl-Beeren vom Rückruf betroffen sind
Der Rückruf umfasst mehrere 300-Gramm-Packungen, die deutschlandweit verkauft wurden.
Betroffen sind folgende Produkte:
- Aldi Nord / Aldi Süd: Bio Beerenmischung „Bio“, 300 g, Mindesthaltbarkeitsdaten 21.03.2028, 22.03.2028 und 23.03.2028.
- Netto Marken-Discount: BioBio Bio Beerenmischung, 300 g, Mindesthaltbarkeitsdatum 26.03.2028, Charge L270326B3.
- Lidl: Freshona Bio Beerenmischung erntefrisch tiefgefroren mit mehreren Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen 22.02.2028 und 18.04.2028.
Nach Angaben des Herstellers sind andere Produkte oder Mindesthaltbarkeitsdaten derzeit nicht betroffen.
Warum die Bio-Beeren zurückgerufen werden
Auslöser des Rückrufs ist der Verdacht auf eine mögliche Belastung mit Noroviren.
Diese Viren gehören zu den häufigsten Erregern akuter Magen-Darm-Erkrankungen und sind besonders ansteckend. Bereits wenige Stunden bis einige Tage nach einer Infektion können erste Beschwerden auftreten.
Der Hersteller weist darauf hin, dass eine Kontamination der betroffenen Produkte nicht ausgeschlossen werden kann und empfiehlt deshalb, die Beeren vorsorglich nicht zu essen.
Diese Symptome können nach einer Infektion auftreten
Eine Norovirus-Infektion beginnt häufig plötzlich und kann zu folgenden Beschwerden führen:
- starker Durchfall;
- heftiges Erbrechen;
- Übelkeit;
- Bauchschmerzen;
- Kopf- und Muskelschmerzen;
- allgemeines Krankheitsgefühl;
- Fieber.
Vor allem Kleinkinder, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem können durch den starken Flüssigkeitsverlust besonders gefährdet sein.
So sollten Verbraucher jetzt reagieren
Wer eine der betroffenen Beerenmischungen gekauft hat, sollte zunächst das Mindesthaltbarkeitsdatum und gegebenenfalls die Chargennummer prüfen.
Die betroffenen Produkte sollten nicht verzehrt werden. Stattdessen können sie in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Nach Angaben des Herstellers wird der Kaufpreis auch ohne Kassenbon erstattet.
Wo Kunden weitere Informationen erhalten
Bei Fragen zum Rückruf verweist die Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG auf ihren Kundenservice.
Zusätzlich veröffentlicht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) aktuelle Lebensmittelwarnungen über das Portal lebensmittelwarnung.de.
Ob weitere Chargen in den Rückruf aufgenommen werden, hängt von den laufenden Untersuchungen des Herstellers und der zuständigen Behörden ab.













