Experten testeten das neue DLSS 4.5 gegen FSR 4 und ihr Urteil ist glasklar: Eine Technologie dominiert die andere

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Das stetige Ringen um die beste Bildqualität

Wenn es um hochauflösendes Gaming in 4K oder 1440p geht, möchten PC-Spieler ungern Kompromisse bei der Bildwiederholrate eingehen. Die Lösung für diesen Balanceakt liegt im Bereich des KI-gestützten Upscalings, wo sich aktuell ein spannendes Duell anbahnt. Nvidias frisches DLSS 4.5 tritt direkt gegen AMDs FSR 4 an. Umfangreiche Vergleiche haben nun ans Licht gebracht, welche der beiden Lösungen wirklich die Nase vorn hat – und das Ergebnis fällt überraschend eindeutig aus.

DLSS 4.5: Der technologische Sprung im Detail

Nvidia belässt es bei seinem neuesten Wurf nicht bei kosmetischen Anpassungen, sondern tauscht das grundlegende Fundament aus. Während ältere Versionen auf klassische neuronale Faltungsnetzwerke setzten, arbeitet unter der Haube von DLSS 4.5 nun ein fortschrittliches Transformer-Modell der zweiten Generation. Diese Architektur analysiert Bilddaten völlig neu und bezieht pro Pixel sowie pro Frame deutlich mehr Kontext mit ein.

Laut Herstellerangaben erfordert dieser Ansatz zwar bis zu fünfmal mehr Rechenleistung als noch bei DLSS 4, doch in der Praxis gibt es Entwarnung. Auf Grafikkarten der RTX-4000- und 5000-Serien laufen diese komplexen Berechnungen in effizienter FP8-Präzision ab, anstatt das schwerfälligere FP16-Format zu nutzen. Dadurch werden die Tensor-Kerne entlastet und die Framerate bleibt, gerade bei hohen Auflösungen, weitgehend unberührt.

Anstatt auf pure Leistungsgewinne abzuzielen, setzt die Technologie auf absolute Feinabstimmung. Das bedeutet für das visuelle Erlebnis: drastisch reduzierte Bildstörungen, schärfere Konturen und vor allem eine beeindruckende Detailstabilität bei schnellen Bewegungen. Selbst in fordernden Voreinstellungen wie „Performance“ soll das hochskalierte Ergebnis kaum noch von der nativen Auflösung zu unterscheiden sein. Davon profitieren insbesondere filigrane Strukturen wie Grashalme, Stromleitungen oder weit entfernte Schriftzüge.

FSR 4: AMD setzt jetzt voll auf dedizierte KI-Hardware

Lange Zeit verfolgte AMD mit seiner FidelityFX Super Resolution eine ganz eigene Philosophie. Die ersten beiden Generationen kamen komplett ohne spezielle KI-Rechenkerne aus, punkteten dafür aber mit enormer Flexibilität auf zahlreichen, auch älteren Grafikkarten unterschiedlicher Hersteller. Dieser offene Ansatz brachte dem Unternehmen zwar viele Sympathien ein, konnte qualitativ jedoch nicht immer mit Nvidias DLSS oder Intels XeSS mithalten.

Mit der neuesten Iteration, die mittlerweile als FSR Upscaling vermarktet wird, vollzieht AMD einen radikalen Kurswechsel. Das System greift nun zwingend auf spezielle KI-Einheiten der brandneuen RX-9000-Karten zurück. Ein trainiertes Modell rekonstruiert dabei fehlende Bildinformationen, anstatt sie lediglich durch Filter nachzuschärfen.

Dieser gewaltige Qualitätssprung hat allerdings seinen Preis in Form von eingeschränkter Hardware-Unterstützung. Wer nicht über eine aktuelle RX-9000-GPU verfügt, bleibt außen vor, womit der einstige Hauptvorteil der Technologie wegfällt. Fachportale bescheinigen FSR 4 zwar eine visuelle Güte, die sich ziemlich genau zwischen DLSS 3 und DLSS 4 einordnet, doch genau in dem Moment, als AMD den Rückstand scheinbar aufgeholt hat, zieht Nvidia mit Version 4.5 schon wieder davon.

Der Praxis-Check: Wo sich die Spreu vom Weizen trennt

Die nackten Zahlen auf dem Papier sind das eine, der tatsächliche Spieleinsatz das andere. Um die Algorithmen an ihre absoluten Grenzen zu bringen, nutzten Prüfer 1440p-Bildschirme, während die interne Renderauflösung gnadenlos auf 720p gedrosselt wurde. Als Härtetest diente dabei oft der Blockbuster Cyberpunk 2077, da das Spiel mit seinen komplexen Lichtverhältnissen, intensiven Spiegelungen und detaillierter Geometrie höchste Anforderungen stellt.

Unter diesen extremen Bedingungen liefern zunächst beide Kontrahenten ein erstaunlich sauberes Bild ab. Die Zeiten von verwaschenen Texturen und matschigen Flächen gehören weitgehend der Vergangenheit an. Selbst feine Leuchtreklamen bleiben gut entzifferbar, Oberflächen spiegeln realistisch und Objekte in der Bewegung behalten eine angenehme Schärfe bei.

Verdeckung und Vegetation: Die Meisterdisziplin

Die wahren Unterschiede offenbaren sich bei der sogenannten Disokklusion. Dieser Fachbegriff beschreibt den Moment, in dem verdeckte Objekte plötzlich wieder im Sichtfeld auftauchen – etwa wenn ein Auto hinter einer Laterne hervorfährt. Die Künstliche Intelligenz muss in Sekundenbruchteilen erahnen, wie der verdeckte Hintergrund aussehen sollte.

Besonders bei rasanten Kameraschwenks behält die Nvidia-Lösung hinter Zäunen, Fenstern oder Hecken deutlich mehr Details bei. FSR 4 neigt in solchen Momenten eher zu leichtem Flackern oder störenden Bildfehlern. Auch dichte Vegetation wie Wiesen oder Baumkronen stellt viele Upscaler vor massive Probleme, da sie aus unzähligen feinen, oft halbtransparenten Linien bestehen. Während AMDs Technik hier beim Sprinten noch eine feine Körnung erkennen lässt, sorgt das Transformermodell der Konkurrenz für eine wesentlich ruhigere und stabilere Darstellung.

Texturstabilität und winzige Muster im Fokus

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei filigranen Texturen wie Pflastersteinen oder Asphalt. Unter spitzen Blickwinkeln lässt sich bei beiden Technologien noch ein minimales Schimmern provozieren. Dennoch gelingt es Nvidias Algorithmus spürbar besser, hauchdünne Linien über mehrere aufeinanderfolgende Frames hinweg konstant zu halten, wohingegen die Konkurrenz zuweilen einen leichten Weichzeichner-Effekt mit Rauschen produziert.

Für Gelegenheitsspieler mögen diese Abweichungen auf den ersten Blick marginal erscheinen. Wer jedoch unzählige Stunden in kompetitiven Multiplayer-Matches verbringt oder vor einem teuren High-Refresh-Rate-Monitor sitzt, spürt den Unterschied deutlich. Ein in sich ruhendes Bild strengt die Augen weniger an und ermöglicht eine viel bessere Konzentration auf das eigentliche Spielgeschehen.

Die richtige Technologie für das eigene Setup

Letztendlich entscheidet die verbaute Hardware darüber, welche Technik überhaupt zur Verfügung steht. Ein fliegender Wechsel zum „Sieger“ dieses Vergleichs ist ohne Neukauf schließlich nicht möglich. Die aktuelle Marktlage gestaltet sich folgendermaßen:

  • Besitzer einer RTX 4000 oder 5000: DLSS 4.5 ist die unangefochtene und technisch ausgereifteste Wahl.
  • Nutzer älterer RTX-Modelle: Hier bleibt Version 3 oder 4 das Maß der Dinge, was qualitativ noch immer hervorragend funktioniert.
  • Gamer mit einer RX 9000: AMDs FSR 4 bietet nun endlich hochwertiges KI-Upscaling auf Top-Niveau.
  • Spieler mit älteren AMD- oder Intel-Chips: Für diese Systeme bleiben nur frühere FSR-Varianten oder klassische Skalierungsmethoden.

Für Spieleentwickler bringt diese Zersplitterung des Marktes natürlich zusätzliche Arbeit mit sich, da sie verschiedene Schnittstellen parallel optimieren müssen. Aufgrund der massiven Verbreitung von Nvidia-Hardware im High-End-Segment wird deren Technologie im Entwicklungsprozess jedoch häufig priorisiert behandelt.

Was bedeutet das für kommende Spiele-Highlights?

Da beide Grafikgiganten nun vehement auf KI-Berechnungen pochen, dürfte sich die Herangehensweise an das Rendering von Spielen nachhaltig verändern. Durch die immer feiner arbeitenden Upscaler müssen Entwicklerstudios ihre Titel seltener auf echtes, natives 4K trimmen. Die eingesparte Rechenleistung durch niedrigere interne Auflösungen lässt sich wunderbar für spektakuläreres Raytracing, realistische Physik-Engines oder komplexe Simulationen nutzen.

Doch diese Medaille hat auch eine Kehrseite. Je stärker ein Spiel auf künstliche Bildrekonstruktion angewiesen ist, desto wichtiger wird die Wahl der passenden Grafikkarte. Wenn ein Titel massiv auf Nvidias neuestes Transformermodell zugeschnitten ist, könnte er auf nicht unterstützter Hardware spürbar schlechter aussehen. Die qualitative Lücke zwischen den minimalen und empfohlenen Systemanforderungen droht dadurch in Zukunft noch weiter auseinanderzuklaffen.

Praktische Tipps für die optimalen Einstellungen

Wer das Maximum aus seinem System herausholen möchte, sollte beim Anpassen der Grafikoptionen strategisch vorgehen. Es empfiehlt sich, die Regler in einer besonders anspruchsvollen Szene zu testen – beispielsweise auf einem belebten Marktplatz im Regen mit vielen Lichtquellen. Schalten Sie dann gezielt zwischen den Qualitäts-, Balance- und Performance-Modi hin und her. Achten Sie dabei nicht nur stur auf die Bilder pro Sekunde, sondern gezielt auf unruhige Kanten bei kleinen Objekten.

Ein bewährter Trick ist es, sich eine feste Ziel-Framerate vorzunehmen, etwa flüssige 90 oder 120 FPS. Wählen Sie dann die niedrigste Upscaling-Stufe, mit der Sie diesen Wert konstant halten können. In den meisten Fällen liefert der Quality- oder Balanced-Modus den perfekten Kompromiss aus gestochener Schärfe und flüssiger Bildausgabe. Die aggressiveren Performance-Einstellungen sind eher dann ratsam, wenn extremes Raytracing aktiviert ist oder zwingend in 4K gespielt werden soll.

Während E-Sportler in der Regel einer stabilen Framerate den Vorzug geben, fokussieren sich Story-Liebhaber eher auf ein maximal ruhiges und klares Bild. Vergessen Sie außerdem nicht, Ihre Grafikkartentreiber und Spielversionen stets aktuell zu halten. Sowohl AMD als auch Nvidia trainieren ihre Algorithmen kontinuierlich weiter und optimieren diese gezielt für einzelne Blockbuster. Ein unscheinbarer Patch kann manchmal ausreichen, um nerviges Flimmern drastisch zu reduzieren. Der Konkurrenzkampf geht also munter weiter, auch wenn Nvidia mit seinem jüngsten Streich aus Sicht kritischer Tester momentan die Pole-Position behauptet.

Author

  • Pamela wurde 1996 in Karlsruhe geboren. Bereits als Teenagerin begann sie 2013, ihre Workouts und Selfies auf Instagram zu posten. Ihre weltweite Popularität explodierte 2020 während der Pandemie, als ihre Workout-Videos auf YouTube viral gingen. Heute ist Pamela eine erfolgreiche Unternehmerin: Sie besitzt eine eigene mobile App, die Marke für gesunde Ernährung „Naturally Pam“ und die Kosmetiklinie „Éla Beauty“.

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