Unter dem antarktischen Eis von einem Flugzeug entdeckt: 100 Kilometer langer Felsen bietet unerwartete Hilfe für die Klimaforschung

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Der Pilot blieb völlig still, während die Maschine extrem dicht über die endlose weiße Landschaft glitt. Zu hören war nur das monotone Brummen der Propeller, während unten das antarktische Eis wie zerbrochenes Porzellan in Zeitlupe vorbeizog. Auf den ersten Blick schien die Oberfläche auf dem Radarbildschirm vollkommen ereignislos und beinahe eintönig. Doch die empfindlichen Instrumente an Bord blickten weit tiefer und durchdrangen eine Eisschicht, die mächtiger ist als die Alpen.

Plötzlich schlug eine feine grüne Linie auf dem Monitor dramatisch aus. Eine massive, harte Struktur tauchte auf dem Bildschirm auf und reichte weit über den sichtbaren Rand hinaus. Sensoren an den Tragflächen des Flugzeugs hatten geräuschlos ein Gestein aufgespürt, das dort seit Millionen von Jahren verborgen lag. Tief unter der gefrorenen Wüste ruht ein 100 Kilometer langes steinernes Rückgrat, das unsere bisherigen Annahmen über den steigenden Meeresspiegel grundlegend verändern wird.

Ein verborgener Riese tief unter dem ewigen Eis

Was die Forschungsteams unterhalb ihrer Flugroute entdeckten, war keineswegs eine kleine Erhebung im Gelände. Es handelte sich um eine gigantische, fast 100 Kilometer lange Felsformation, die tief unter dem massiven antarktischen Eispanzer verankert ist. Aus der Perspektive des Cockpits wirkt alles schlichtweg weiß, eisig und völlig flach. Doch die ausgewerteten Daten offenbarten eine Art unterirdische Barriere, an der das strömende Eis unaufhörlich reibt und vorbeigleitet.

Während scharfe Polarwinde den Rumpf der Maschine durchschüttelten, starrten die Wissenschaftler hochkonzentriert auf ihre Monitore. Für diesen Moment bestand ihre gesamte Realität nur aus abstrakten Linien, Farbspektren und nackten Zahlen. Dennoch wirkte es auf die Experten beinahe so, als würden sie die ersten Satellitenaufnahmen eines völlig unbekannten Kontinents studieren.

Hinter dieser Entdeckung steckt keine Science-Fiction, sondern eine Reihe von hochspezialisierten Messflügen. Das Flugzeug raste im Tiefflug über das Eis und nutzte fortschrittliche Radar- sowie Schweresensoren wie eine Art Röntgenblick. Die Radarwellen durchdrangen tausende Meter von dichtem Eis und wurden exakt in dem Moment reflektiert, als sie auf harten Fels trafen.

Aus diesen komplexen Echos berechneten Hochleistungsrechner ein erstaunlich detailliertes Abbild des Untergrunds. Zum Vorschein kam ein nahezu schnurgerader Felsrücken, der an einigen Stellen mehr als einen Kilometer in die Höhe ragt und wie in einer eisigen Zeitkapsel eingeschlossen ist. Kein Mensch hat ihn je mit eigenen Augen erblickt oder berührt. Dennoch ermöglicht diese Struktur es uns nun, exakt zu berechnen, wie sie die gewaltigen Eismassen bremst, ablenkt oder sogar beschleunigt.

Für die Klimaforschung ist ein solches Gesteinsmassiv weit mehr als nur ein geologisches Detail. Das antarktische Eis bewegt sich wie ein extrem träger Fluss unaufhaltsam in Richtung Ozean. Treffen die Eismassen auf einen glatten, flachen Untergrund, gleiten sie deutlich schneller dahin. Blockieren jedoch Felsen, Kämme und tiefe Täler den Weg, verändert sich das Fließtempo enorm. Dieser 100 Kilometer lange Felsblock fungiert als eine riesige unterirdische Bremsschwelle. Er kann Gletscher aufhalten und stabilisieren oder plötzliche Fließbeschleunigungen auslösen, falls das Eis über die Kante kippt.

Wie ein unsichtbares Gebirge unser Klima steuert

Wenn wir an den Klimawandel denken, dominieren meist Bilder von kalbenden Eisbergen und schmelzenden Gletschern die Nachrichten. Viel weniger offensichtlich ist jedoch das, was sich tief im Verborgenen abspielt. Die Entdeckung dieses gigantischen Felsens liefert Forschern nun endlich greifbare Daten, um ihre Computermodelle massiv zu verfeinern. Sie können präzise simulieren, wie gewaltige Eisströme reagieren, wenn sie frontal auf dieses steinerne Rückgrat prallen oder sich mühsam darum herumzwängen.

Stellen Sie sich zur Veranschaulichung einfach ein langes, flaches Riff knapp unter der Meeresoberfläche vor. Ozeanwellen brechen dort völlig anders, Meeresströmungen werden abgelenkt und Schiffe müssen weite Umwege fahren. Dieser antarktische Felsen beeinflusst das Eis genau wie ein Riff das Meerwasser. Diese physikalischen Prozesse lassen sich in konkrete Zahlen, Zukunftsszenarien und farbige Gefahrenkarten übersetzen. So lässt sich ablesen, wo das Eis stabil ruht und wo es bei einem leichten Temperaturanstieg unweigerlich kollabieren könnte.

In vergangenen Studien verhielten sich einige Gletscher völlig unerwartet und bewegten sich viel schneller als prognostiziert. Satellitenaufnahmen zeigten deutlich, wie sich bestimmte Eisströme innerhalb weniger Jahre um fast 50 Prozent beschleunigten. Die Wissenschaft tappte lange Zeit im Dunkeln und rätselte über die Ursachen. War extrem warmes Ozeanwasser schuld? Waren es tiefe Risse im Eispanzer oder doch die spezifische Form des Meeresbodens?

Dank der detaillierten Vermessung dieses Felsrückens haben die Experten nun ein entscheidendes Puzzleteil gefunden. Ein Gletscher, der in bisherigen Simulationen unerklärlich schnell floss, gleitet in Wahrheit genau über eine flache Gesteinszone. Dort verliert das Eis den Bodenkontakt und fängt förmlich an, auf einem unterirdischen Wasserfilm zu „surfen“. Ein anderer Eisstrom, der fälschlicherweise als hochgradig instabil galt, wird hingegen durch den Felsen geschützt, da dieser wie ein natürlicher Staudamm wirkt. Das sind keine wissenschaftlichen Nebensächlichkeiten. Hier geht es um entscheidende Zentimeter beim zukünftigen Anstieg der Weltmeere.

Klimamodelle sorgen oft für politische Frustration, da ihre Vorhersagen extrem breite Spannen aufweisen. Die Unsicherheiten reichen von moderaten Veränderungen bis hin zu katastrophalen Szenarien. Die unsichtbare Geologie unter dem Antarktiseis war bisher einer der größten Unbekannten in diesen Rechnungen. Ohne das exakte Wissen, ob riesige Eismassen auf einer flachen Ebene ruhen oder über schroffe Felskanten rutschen, sind verlässliche Fließgeschwindigkeiten schlichtweg unmöglich zu berechnen.

Die Kartierung dieses 100 Kilometer langen Felsens lichtet nun den wissenschaftlichen Nebel erheblich. Prognosen werden wesentlich präziser und die Fehlertoleranzen schrumpfen spürbar. Was zunächst extrem trocken und technisch klingt, hat hochbrisante und konkrete Auswirkungen auf unseren Alltag. Es beantwortet elementare Fragen: Wann müssen Küstenstädte ihre Schutzwälle erhöhen? Wo lohnen sich Infrastrukturprojekte noch? Welche tiefliegenden Regionen verlieren ihren Versicherungsschutz? Ein von einem Flugzeug entdeckter Felsbrocken beeinflusst plötzlich politische Entscheidungen am anderen Ende der Welt.

Erkenntnisse aus dem Flug über eine unsichtbare Welt

Die Methodik hinter dieser bahnbrechenden Entdeckung hat fast schon etwas Poetisches an sich. Man überfliegt eine scheinbar völlig leere Schneewüste und erkennt dennoch glasklar, was hunderte Meter tiefer in der Dunkelheit verborgen liegt. Das Geheimnis dieses Erfolgs ist die Kombination modernster Technik. Während an den Tragflächen montierte Antennen kontinuierlich Radarimpulse durch das dichte Eis feuern, registrieren sensible Instrumente im Flugzeugrumpf winzigste Schwankungen der Schwerkraft, die durch massive Gesteinsbrocken oder leichtere Sedimente verursacht werden.

Danach beginnt eine akribische Sisyphusarbeit. Flug für Flug werten die Wissenschaftler die gesammelten Daten aus und ziehen unzählige Linien auf ihren digitalen Karten. Später fügen sie diese Fragmente in klimatisierten Serverräumen zu einem hochauflö

Author

  • Pamela wurde 1996 in Karlsruhe geboren. Bereits als Teenagerin begann sie 2013, ihre Workouts und Selfies auf Instagram zu posten. Ihre weltweite Popularität explodierte 2020 während der Pandemie, als ihre Workout-Videos auf YouTube viral gingen. Heute ist Pamela eine erfolgreiche Unternehmerin: Sie besitzt eine eigene mobile App, die Marke für gesunde Ernährung „Naturally Pam“ und die Kosmetiklinie „Éla Beauty“.

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